Raus aus den alten Schuhen
Buchempfehlungen

Raus aus den alten Schuhen

Raus aus den alten Schuhen

von Piraten Mom Tina

Wie mich ein Buch dazu bewegte, meinem Leben eine neue Richtung zu geben.

Abgehetzt, abgespannt, blass, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und Nesselsucht im Gesicht: Das war das Bild meines Körpers bis vor einigen Wochen.

Ich fühlte mich niedergeschlagen, traurig und perspektivlos. Es fühlte sich an, als wäre ich meinem Leben hilflos ausgeliefert, als würde es gegen mich spielen, mir ständig Steine in den Weg legen.

Ich schlief nachts nur noch 3 bis 4 Stunden



und diese häufig nicht mal durchgehend, weil meine Tochter ein Jahr lang nicht geschlafen hat. Mal konnte sie nicht schlafen, weil sie Zähne bekommen hat, ein anderes Mal war sie krank oder schlief aus anderen unerfindlichen Gründen nicht oder nur sehr unruhig.

In den seltenen Nächten, in denen meine Tochter gut schlief, kam ich trotzdem nicht zur Ruhe. Dann lag ich gestresst im Bett, meine Gedanken kreisten unablässig um Dinge, die ich noch zu erledigen hatte oder um Dinge, die mich den Tag über beschäftigt hatten.

Mein Körper stand von morgens bis abends unter Strom.

Ich wollte Familie und Beruf unter einen Hut bringen, nein, ich musste Familie und Beruf unter einen Hut bringen da wir das Geld dringend brauchten.

Andere Frauen schafften das auch

sagte ich mir. Du musst nur die Zähne zusammenbeißen. Augen zu und durch. Einfach funktionieren. Autopilot. Nichts fühlen. Bloß nichts fühlen! Alle Emotionen hatte ich mehr oder weniger erfolgreich versucht zu verdrängen, damit sie mir nicht im Wege standen.

Wie sollte ich das alles nur schaffen? Arbeit, Haushalt, Einkauf, Physiotherapie und Osteopathie und meine Arzttermine? Wann konnte ich mich bei so einem vollgepackten Tag noch mit Freunden treffen? Mal etwas tun, was mir gut tat oder einfach nur mit meinem Kind spazieren gehen? Denn mein Kind sollte einmal am Tag raus. Häufig war ich allerdings so erledigt und erschlagen – hauptsächlich wegen meines absolut stressigen Berufs -, dass ich es nicht mehr auf die Reihe bekommen habe, mit meinem Kind an die frische Luft zu gehen.

Ich fühlte mich wie eine Rabenmutter



weil ich nicht genug Zeit und Energie nach der Arbeit für mein Kind hatte.

Da mein Tag so gefüllt war mit Aufgaben, die es zu erledigen galt, versuchte ich im Irrglauben mit dieser Strategie Zeit zu sparen, alles so schnell wie möglich zu erledigen. Das einzige was ich jedoch damit erreichte, war, dass meine Akkus noch leerer wurden und es mir noch schlechter ging.

Jeden Morgen zwang ich mich aufzustehen und zur Arbeit zu fahren. Bereits auf dem Weg dorthin, hätte ich weinen können. Mein Herz rief mir jeden Morgen zu, dass ich lieber bei meinem Kind wäre, um gemeinsame Zeit mit ihm zu verbringen. Alles in mir sträubte sich von Anfang an mein Kind mit nicht mal einem Jahr in die Krippe zu geben. Ich bezahlte fremde Leute dafür, dass sie sich um mein Kind kümmerten, damit ich arbeiten gehen kann. Was für ein Irrsinn! Dabei hätte ich mich liebend gern selbst um mein Kind gekümmert.

In diesem Wahnsinn lebte ich ein Jahr lang.

Zwischenzeitig meldete sich mein Körper immer wieder, um mir zu zeigen, dass ich über meine Grenzen ging.

Natürlich merkte ich, dass es mir nicht gut ging. Aber ich ignorierte es, schluckte meinen Kummer hinunter und machte weiter.

Doch eines Tages fiel mir ein Buch in die Hände: „Raus aus den alten Schuhen“ von Robert Betz. Ich sah es in der Buchhandlung und wusste, dass ich es unbedingt haben und lesen musste.

Dieses Buch half mir schon nach wenigen Seiten, zu erkennen, wie unbewusst und schlafend ich durch mein Leben ging. Ich begann zu reflektieren, warum ich so handelte, wie ich handelte. Ich begann meine Vergangenheit aufzuarbeiten und mit ihr Frieden zu schließen. Es half mir, endlich bewusst und bejahend zu fühlen. Ich fühlte den Schmerz, die Wut, die Trauer und die Verletzungen. All jene Gefühle, die ich jahrelang in meinem Herzen versteckt habe. Je mehr ich in diesem Buch las, desto bewusster wurde mir, was ich zu tun hatte um glücklich zu sein.

Ich wollte nur eins: Zeit mit meinem wundervollem Kind verbringen. Mutter sein.

Ich wollte mich um alles kümmern was mein Kind betraf. Das sollten andere in Zukunft nicht mehr für mich tun.

Meinen ungeliebten und viel zu stressigen Job wollte ich auch nicht behalten. Also kündigte ich Hals über Kopf und es war die beste Entscheidung meines Lebens.Ich suchte mir eine Arbeit am Abend. Somit musste unsere Tochter nicht mehr in die Krippe, da ihr Vater abends auf sie aufpassen konnte.

Finanziell geht es uns nun nicht schlecht. Wir müssen sparsamer sein, aber das ist in Ordnung. Die Hauptsache ist, dass es jedem in unserer Familie gut geht.

Und was soll ich sagen? Seitdem mein Kind zu Hause bleiben darf, hat es keine Probleme mehr mit dem Schlafen. Und ich auch nicht.

Eure Piraten Mom Tina

Raus aus den alten Schuhen von Robert Betz

 

*Affiliate Links: Wenn du über diesen Link Produkte kaufst bekomme ich eine kleine Provision und kann dadurch meinen Blog finanzieren. Für dich entstehen keine weiteren Kosten oder Nachteile.

Piraten Mom ist eine Seite für alleinerziehende Frauen. Erkennen, Anwenden, Angreifen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.