Schlaf, Kindlein, schlaf
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Schlaf, Kindlein, schlaf

 

Schlaf, Kindlein, schlaf

von Piraten Mom Tina

 

Der Schlaf des eigenen Kindes ist ein viel diskutiertes Thema.
Wo soll mein Kind schlafen? Wann sollte ein Baby durchschlafen können? Wie lange sollte ein Kind schlafen? Wann soll mein Kind lernen, allein einzuschlafen oder wie lange sollte ich mein Kind beim Einschlafen begleiten?

Bereits zu Beginn der Schwangerschaft, habe ich mich intensiv mit dem Thema, wo mein Kind am besten schlafen sollte, auseinandergesetzt.

Tatsächlich sind sich die Wissenschaft und Erziehungsratgeber darüber einig, dass ein Säugling die erste Zeit auf jeden Fall in der Nähe der Eltern schlafen sollte, damit das Risiko des plötzlichen Kindstodes verringert werden kann. Es ist erwiesen, dass Säuglinge sich geborgener fühlen, wenn sie das ruhige Atmen der Eltern in der Nacht hören. Zudem sind Eltern viel schneller beim Kind, um es zu versorgen. Eine schnelle und passende Reaktion auf das Verhalten des Säuglings wirkt sich positiv auf die Bindung aus. Hingegen wirken sich „Schreien-lassen“ äußerst negativ auf eine gesunde Mutter- Kind-Bindung aus.

Das Thema Bindung und wie man eine gesunde Bindung zu seinem Kind aufbaut, würde nun den Rahmen des Artikels sprengen. Vielleicht gibt es dazu demnächst noch einen Beitrag.

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Ich habe auf mein Bauchgefühl gehört

Letztendlich habe ich auf mein Bauchgefühl gehört und habe unserer Tochter ein Beistellbettchen gekauft. Dies war die für mich beste Lösung.

Meine Tochter war schon immer ein Kind, das unglaublich viel Nähe und Geborgenheit brauchte. Ich habe sie die ersten drei Monate fast ununterbrochen auf dem Arm gehabt, habe sogar geputzt, während sie in der Trage schlief.



Nachts schlief sie am besten in meinem Arm

Natürlich gab es Menschen, die sagten: „Du verwöhnst das Kind.“ Denen konnte ich gelassen entgegnen, dass man ein Kind mit Geborgenheit, Liebe und Nähe nicht verwöhnen kann. Es sind absolute Grundbedürfnisse eines Säuglings, die erfüllt werden müssen.

Verwöhnen beginnt dort, wo ein Kind entweder Dinge, die es selbst erledigen könnte, nicht allein erledigen möchte und ihm alles abgenommen wird, oder wenn es seinen Willen gezielt durchsetzen möchte.

Säuglinge haben noch keinen eigenen Willen. Ihr Gehirn ist noch gar nicht so weit entwickelt, als dass sie ihren Willen durchsetzen könnten.

Denkt mal ganz weit in die Vergangenheit zurück: „Wo schlief das Kind in den Ur-Zeiten?“

Genau! Bei den Eltern.

Warum?

Ganz einfach!

Hätten die Menschen damals ihr Kind weit entfernt unter einen Baum zum Schafen gelegt, wäre es aufgefressen worden.

Dieses Ur-Bedürfnis nahe bei den Eltern zu sein, stammt also aus einer Zeit, in der es noch wichtig war, zu überleben, weil viele Gefahren lauerten. Es schützte das Neugeborene vor dem Tod. Ein absolut sinnhaftes Verhalten, das wir aus der Vergangenheit mitbekommen haben.

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Zwar lauert uns heutzutage kein Säbelzahntiger mehr auf,

jedoch löst das Gefühl verlassen und allein zu sein bei einem Baby immer noch Angst aus. Und Angst hemmt jedes positive Gefühl, das ein Kind braucht, um sich gesund entwickeln zu können. Angst ist purer Stress und Stress hemmt die Entwicklung.

Doch was hilft wiederum gegen Stress? Richtig: Nähe und Zärtlichkeit.

Nun ist die Frage: Wie lange soll mein Kind in meinem Bett schlafen?

Darauf gibt es meines Erachtens keine allgemeingültige Antwort.

Ich möchte euch Mütter einfach ermuntern, viel mehr auf euer Bauchgefühl zu hören, weil euer Bauchgefühl die Antworten kennt.

Es wird euch sagen, wann es Zeit ist, euer Kind an sein eigenes Bett zu gewöhnen und in welchem Tempo dies geschehen soll.

Hört aber auch auf euch selbst. Falls euer Bett einfach nicht den Platz hergibt, euer Kind oder eure Kinder alle unterzubringen, sodass jeder genügend Platz hat, dann muss natürlich eine andere Lösung gefunden werden. Eine Lösung, die alle zufriedenstellt.

Bis dahin, gute Nacht und schlaft gut!

Eure Piraten Mom Tina

Piraten Mom ist eine Seite für alleinerziehende Frauen. Erkennen, Anwenden, Angreifen!

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